rel nofollow

NoFollow einfach und verständlich erklärt

Das nofollow-Attribut, auch nofollow-Tag genannt, wird verwendet, um Suchmaschinen anzuweisen, einen oder mehreren Links auf einer Seite nicht zu folgen und somit die verlinkte Seite nicht zu crawlen.

In unserem Artikel erfahren Sie, wie das nofollow-Attribut richtig verwendet wird.

Was sind nofollow-Links?

nofollow-Links sind Verlinkungen auf einer Webseite, die mit dem HTML-Attribut “nofollow” versehen sind.

Das “nofollow”-Attribut weist Suchmaschinen an, Verlinkungen auf andere Seiten nicht in die Berechnung deren Linkpopularität einzubeziehen. nofollow-Links haben somit keinen Einfluss auf die Suchmaschinen-Platzierung der Ziel-URL.

Veranschaulich eines NoFollow-Links

Veranschaulichung eines NoFollow-Links

Der bewusste Verzicht auf das nofollow-Attribut wird als Dofollow oder „Follow-Link“ bezeichnet. Ein dofollow-Link muss nicht extra gekennzeichnet werden.

Nofollow kann per Meta-Tag auch auf Seitenebene gesetzt werden, wodurch alle Links der Seite als Nofollow-Link gewertet werden.

Wie erkenne ich einen nofollow-Link?

Nofollow-Links unterscheiden sich visuell oder funktional nicht von normalen Links.

In folgendem Satz befinden sich zwei Links - einer mit nofollow-Attribut und der andere ohne:

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Haben Sie den NoFollow Link erkannt? Ohne sich den Quelltext einer Webseite anzuschauen, kann man einen nofollow-Link nicht erkennen.

Um einen NoFollow-Link zu erkennen, benutzen Sie am besten die Developer-Tools Ihres Browsers.

Klicken Sie mir der rechten Maustaste auf den Link, den Sie testen wollen, und wählen Sie "Untersuchen / Inspizieren ". Es öffnen sich die Developer-Tools Ihres Browsers:

Nofollow links finden

In den DevTools können Sie sich den HTML-Code der jeweiligen Seite anschauen und herausfinden, ob ein bestimmter Link mit dem nofollow-Attribut versehen ist.

Alternativ gibt es für verschiedene Browser auch Erweiterungen, die nofollow-Links direkt im Browser markieren. Für Chrome-Browser empfehlen wir die Erweiterung NoFollow.

Wie kennzeichnet man Links als nofollow?

Um alle Links auf einer Seite zu kennzeichnen, verwendet man einen sogenannten meta-Tag, der im Head-Bereich der Webseite platziert wird.

 <meta name="robots" content="nofollow" />

Diese Vorgehensweise sollte nur sehr bedacht eingesetzt werden.

Üblicherweise setzt man das nofollow-Attribut nur gezielt bei einzelnen Links ein. Dies erfordert die Erweiterung des Links um das Attribut rel="nofollow":

<a href="https://test.de" rel="nofollow">Test</a>

Wie bei allen Attributen ist es egal, an welcher Position das Attribut eingebaut wird.

Warum gibt es das nofollow-Attribut?

Um zu verstehen, warum es das nofollow-Attribut gibt, müssen wir ein wenig Hintergrundinformationen darüber liefern, wie Suchmaschinen die Platzierung einer Seite ermittelt.

Es gibt viele verschiedene Ranking Faktoren, die bestimmen, auf welcher Position eine Webseite für einen Suchbegriff, platziert wird. Ein bis heute wichtiger Faktor sind sogenannte Backlinks.

Bei Backlinks handelt es sich um Verlinkungen von einer Webseite auf eine andere.

Suchmaschinen nutzen die Anzahl und Beschaffenheit von Backlinks mitunter für die Bestimmung der Platzierung.

Durch eine vermehrte Nutzung der Kommentarfunktion von Blogs, meist zur Generierung von Backlinks, führte Google 2005 das „nofollow“-Attribut ein.

Schnell wurde das Attribute auch zur bevorzugten Methode zur Kennzeichnung von werbebezogenen oder gesponserten Links. Alle Links, die nicht redaktioneller Natur sind, sollten mit “nofollow” gekennzeichnet werden.

2019 hat Google weitere Attribute vorgestellt, die die Beziehung zu der verlinkten Seite nochmals detaillierter darstellen.

Welche Links müssen mit nofollow gekennzeichnet werden?

In den Google Content Guidelines gibt es ganz klare Vorgaben, welche Art von Link, mit welchem Attribut gekennzeichnet werden soll:

rel-WertBeschreibung
rel="sponsored"

Verlinkungen in Form von Werbung oder bezahlte Placements müssen mit sponsored markiert werden.

rel="ugc"

Verlinkungen, die von Nutzern selbst erstellt wurden, wie Kommentare und Forenbeiträge, sollten als ugc (für "user-generated content") markiert werden.

rel="nofollow"

nofollow sollte verwendet werden, falls die Werte nicht zutreffen und Google Ihre Website nicht mit der verlinkten Seite verknüpfen oder diese nicht crawlen soll.

Mehrere Werte

Sie können auch mehrere rel-Werte verwenden. Diese können Sie durch Leerzeichen oder Kommas trennen. Beispiele:

<a href="https://test.de/kommentar" rel="ugc nofollow">Kommentar</a>

<a href="https://test.de/kommentar" rel="ugc,nofollow">Kommentar</a>

Die Kennzeichnung einer Verlinkung mit einem rel-Attribut ist also in folgenden Fällen erforderlich:

  • Links aus Pressemeldungen
  • Links aus Gastbeiträgen
  • Paid Link (bezahlter/gekaufter Link)
  • Paid Advertising (bezahlte/gekaufte Werbung und Werbeflächen als Text und Bild)
  • Affiliate Links
  • Links zu nicht vertrauenswürdige Inhalten

Sollte man NoFollow für interne Links nutzen?

Manche Webseiten-Betreiber haben das nofollow-Attribut auch für die eigene Webseite benutzt, um unwichtige Seiten wie das Impressum auszuschließen.
Wir raten dringend davon ab, rel nofollow für interne Verlinkungen zu nutzen.

Wenn Sie verhindern möchten, dass Google internen Links folgt, verwenden Sie die Disallow-Regel von robots.txt oder arbeiten Sie mit dem noindex Meta-Tag.

Über den Autor

Philippe Großmann

Philippe entwickelt Online Marketing Kampagnen, ist Web-Analytics Enthusiast und ein großer Fan von PPC-Marketing.

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