Kosten für Google AdWords

Best Practices 2019

PPC

Wie viel Budget sollte man in Google Adwords investieren? Welche Kosten fallen genau an?
Leider gibt es auf diese Fragen keine einfache Antwort.

Grundsätzlich gilt:

Fokus auf 'Return On Investment' (ROI), nicht auf Kosten.

Mit dem Fokus auf den ROI können Sie besser beurteilen, ob sich Ihre Investitionen bezahlt machen.

Neben einem positiven ROI hängt das Google Adwords Budget von vielen weiteren Variablen ab. Wir erklären Ihnen, wie sich diese Variablen auf Ihre Werbeausgaben auswirken, wie Sie Ihr Budget kalkulieren können und welche anderen Kosten auf Sie zukommen können. Zunächst starten wir aber mit den Grundlagen.

Falls Sie schon mit den Grundlagen vertraut sind, können Sie direkt zu unserem Google Ads Budget Rechner springen.

Wie funktioniert Google Ads?

Bevor wir uns mit den Kosten beschäftigen ist es wichtig zu wissen, wie Google Ads im Kern funktioniert.

Google Ads funktioniert im Wesentlichen wie eine Auktion.
Werbetreibende können Gebote auf Suchanfragen, auch Keywords genannt, abgeben. Bei Suchanfragen, die zum eingebuchten Keyword passen, werden dann Anzeigen vor oder nach den eigentlichen Suchergebnissen ausgespielt: Anzeigen und normale Ergebnisse auf Google

Sie zahlen nur, wenn ein Suchender auf Ihre Anzeige klickt. Die dabei entstehenden Kosten werden Klickpreis (CPC von engl. Cost Per Click) genannt. Über das Gebot können Sie steuern, wie viel Sie bereit sind für einen Klick zu zahlen.
Jedoch ist das Gebot nur ein Teil der eigentlichen Auktion.

Bei jeder Suchanfrage, die zum eingebuchten Keyword passt, wird der sogenannte Anzeigenrang ermittelt, der bestimmt wo welche Anzeige platziert und ausgespielt wird.
Der Anzeigenrang basiert auf zwei Hauptfaktoren - Ihrem Maximalgebot und dem Qualitätsfaktor: Anzeigenrang in Google Ads

Wir gehen in diesem Beitrag nicht im Detail auf den Qualitätsfaktor ein. Hier finden Sie mehr darüber: Qualitätsfaktor

Werbetreibende mit einem höheren Qualitätsfaktor zahlen weniger für eine höhere Position als Werbetreibende mit einem niedrigen Qualitätsfaktor.
Durch das Einbeziehen von qualitativen Faktoren können daher auch Werbetreibende mit kleinem Budget hohe Anzeigenränge ergattern. Daher sollten Sie den Qualitätsfaktor immer beobachten und verbessern.

Doch werfen wir wieder einen Blick auf die eigentlichen Kosten und wie sich der Preis für einen Klick zusammensetzt.

Faktoren für den Klickpreis

Jeder Suchbegriff ist wie ein eigener Markt. Desto mehr Nachfrage, desto höher der Preis.
Hier sind die wichtigsten Faktoren neben dem individuellen Qualitätsfaktor für den Klickpreis auf Google:

  • Wettbewerb
  • Standort
  • Gerät
  • Netzwerk

Ihr Keyword hat also einen enormen Einfluss auf die enstehenden Kosten.
Je mehr Wettbewerb, desto höher die Gebote. Um bei Keywords mit hohem Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben, sollten Sie definitiv den Qualitätsfaktor optimieren oder sich zunächst auf Keywords mit weniger Wettbewerb konzentrieren. Hier können Sie aufgrund von geringeren Geboten mit weniger Budget auskommen. Schauen Sie sich in diesem Zuge die sogenannten Longtail-Keywords an.

Mit dem ersten Teil der Kosten von Google Ads sind Sie nun vertraut: den Geboten.
Jetzt müssen Sie innerhalb von Google Ads nur noch festlegen, wie viel Budget Sie investieren wollen. Das funktioniert mit dem sogenannten Tagesbudget.

Das Tagesbudget

Google arbeitet mit einem sogenannten Tagesbudget Das Tagesbudget legt man pro Kampagne fest. Sie finden das Tagesbudget unter Kampagne > Einstellungen > Budget

Tagesbudget festlegen

Das Monatsbudget errechnet man sich dann einfach durch diese Formel:

Tagesbudget x 30,4 (durchschnittliche Tage im Monat) = Monatsbudget

Die 30,4 errechnet sich durch:

365 Tage pro Jahr ÷ 12 Monate = 30,4

Nicht wundern: An manchen Tagen überzieht Google Ihr Tagesbudget. Dafür wird an anderen Tagen das Budget wiederum nicht zu 100% ausgeschöpft. In Summe werden Sie am Ende des Monats Ihr Monatsbudget aber grundsätzlich nicht überschreiten.

Nachdem wir uns mit der grundlegenden Funktionsweise der Google Ads Auktion, den Geboten und dem Tagesbudget vertraut gemacht haben, werfen wir einen Blick auf das Budget und deren Berechnung.

Google Ads Budget festlegen & berechnen

Wenn Sie noch nie mit Google Ads gearbeitet haben und keine Erfahrungswerte haben, sollten Sie zunächst mit einem Test-Budget starten.
Sollten Sie schon auf Erfahrungswerte zurückgreifen können, haben wir eine Anleitung inkl. Budget-Rechner zusammengestellt, wo Sie Ihre Daten zusammentragen können.

Für Neulinge: Adwords Test-Budget

Wir raten dazu, dass Sie zunächst immer mit einem Test-Budget starten sollten.

Gekoppelt an das Test-Budget sollten auch die Erwartungen sein: Es kann sein, dass Ihre erste Testkampagne nicht profitabel ist.
Wenn Sie direkt profitable Kampagnen haben wollen, sollten Sie eventuell über eine Betreuung durch eine Agentur nachdenken.

Mit Ihrem Test-Budget erhalten Sie wertvolle Einblicke in die Wirkung Ihrer Werbung. Zudem erfahren Sie, welche Keywords sich in qualifizierte Leads und letzendlich Sales verwandeln lassen.

Wie hoch sollte Ihr Test-Budget sein?

Um herauszufinden ob ein Keyword profitabel ist und für Ihr Unternehmen konvertiert, sollten Sie ca. 10 Klicks pro Tag oder 200 - 300 Klicks pro Monat auf ein Keyword erhalten.

Das Tagesbudget und die Gebote sollten also so hoch sein, dass Sie diese Klicks bezahlen können:

 Keyword-CPC x 10 = Tagesbudget

Daraus ergibt sich für das Monatsbudget:

 (Keyword-CPC x 10) x 30,4 = Monatsbudget

Wie Sie den CPC für Ihr Keyword herausfinden, erfahren Sie hier.

Diese Budgetrechnung gilt für jedes Keyword. Wenn Sie also beispielsweise 2 Keywords mit einem CPC von 1,00 € testen möchten, empfehlen wir Ihnen, mit einem Tagesbudget von 20,00 € zu planen.

Wenn Sie Ihren Test abgeschlossen haben und erste Erfahrungswerte gesammelt haben, können Sie ihr durchgehendes monatliches Budget berechnen.

Google Ads Budget kalkulieren

Für die Budgetberechnung brauchen wir ein paar Daten. Wenn Sie lieber direkt zum Budget Rechner springen wollen, geht es hier lang.

Um ein realistisches Budget zu ermitteln, benötigen wir folgende Daten:

  • Suchvolumen des Keywords
  • Cost-Per-Click / Klickpreis des Keywords
  • Durchschnittliche CTR
  • Conversion-Rate Ihrer Website
  • Conversion-Wert

Wenn Ihnen zu Beginn Erfahrungswerte für die Conversion-Rate oder die CTR fehlen, greifen Sie hier einfach auf durchschnittliche Werte zurück.
Die durchschnittliche Conversion-Rate liegt meistens zwischen 3 - 5 %.

Die Klickrate unterscheidet sich meistens stark nach Branche: Durchschnittliche Klickrate nach Branche

Suchvolumen & Cost-Per-Click des Keywords

Um Ihr Budget zu bestimmen, müssen Sie also herausfinden, welche Keywords welches Suchvolumen vorweisen und wie hoch der durchschnittliche CPC ist.

Wir setzen voraus, dass Sie bereits die für Ihr Unternehmen relevanten Keywords kennen. Falls nicht, müssen Sie zunächst eine Keyword Recherche durchführen.

Navigieren Sie in Ihrem Google-Ads-Konto zum Keyword-Planner und geben Sie dort Ihr Keyword ein: CPC herrausfinden

Wenn Sie noch auf der Suche nach Keywords sind, können Sie auch einfach Ihre URL in den Keyword Planner einfügen. Google zeigt Ihnen dann relevante Keywords für Ihr Unternehmen an.

Mit den gesammelten Daten für CPC und Suchvolumen können Sie jetzt ihr monatliches Budget in unserem Google Ads Budget-Rechner ermitteln.
Wir arbeiten im Budget Rechner mit der Kosten-Umsatz-Relation (KUR), um einen simplen Überblick über den wirtschaftlichen Erfolg zu geben.

Google Ads Budget Rechner

Suchvolumen / Monat: 2000
10
15.000
CTR: 3 %
0,1 %
5 %
Ø Cost-per-Click: 1,00
0,10 €
5,00 €
Conversion-Rate: 3 %
0,1 %
5 %
Conversion-Wert: 10
10 €
500 €
Klicks / Monat: 10
Kosten pro Monat: 305
Kosten pro Conversion: 10
Conversion: 10
Umsatz: 10
KUR: 10 %

Achtung: Dieser Kalkulator soll Ihnen nur eine grobe Hilfestellung geben.

Philippe Großmann
Philippe Großmann
Philippe Großmann ist Online Marketing Consultant und Gründer von keyperformance.

Über den Autor

Philippe Großmann

Philippe Großmann

Philippe entwickelt Online Marketing Kampagnen, ist Web-Analytics Enthusiast und ein großer Fan von PPC-Marketing.

Fragen zu diesem Artikel? Frag den Autor.

Diesen Artikel bewerten

Wir freuen uns jederzeit über Feedback:

4.8(5 Bewertung/en)